Juli

sommerflieder

Foto: Monika Kirschke - Sommerflieder & Kleiner Fuchs

Von Monika Kirschke. Mit der Sommersonnenwende kehrt auch die Sommerpause im Garten ein! ALLes darf wachsen, blühen und gedeihen, was als Samen im Frühjahr in die Erde gelegt wurde.
Die vergangenen Monate waren geprägt durch Werden und Wachsen – überALL sichtbar in der Natur an Bäumen, Pflanzen, Tieren, Insekten und natürlich bei uns Menschen. Die Erdachse ist wieder ein Stück neu justiert worden, zu betrachten u.a. an der Mondin und in den Bergen, wo erzählt wird, dass die Sonne weiter im Osten auf- und weiter im Westen untergeht.

vollmond

Foto: Monika Kirschke: True love – Vollmondin auf Kreta

Der Himmel leuchtet in Blau und neuen Wolkenformationen… Immenses Licht durchflutet Lady Gaia. Physisch erleben wir, dass der Druck auf nicht gelebte Wahrheiten zunimmt. Für wache Augen lichten sich jetzt die Schleier des Vergessens und die Wege in die Eigenverantwortung werden offenbart. Goldene Herzen erblühen in der Sommerzeit – Im EinKlang zwischen Ausatmen und Einatmen – Geben und Nehmen im Hier und Jetzt…

Allgemein der Garten im Juli
ALLes darf aus der Fülle geerntet und genossen werden. Ein Gärtner möchte jede freie Minute im Garten verbringen und die Sonnenkinder unter uns möchten jeden Sonnenstrahl im Freien einfangen und einfach nur relaxen! Doch es gibt auch was zu tun...

Das Rückgrat im Garten – Grünschnitt für Hecken und Sträucher
Wer es versäumt hat, schneidet jetzt noch bei entsprechender Witterung die Sommerhecken. Da der Saftstrom in den Sommermonaten reduziert sein kann, ist auf das richtige Maß zu achten, damit die Pflanzen nicht geschwächt werden, oder durch zu starken Rückschnitt Kahlstellen länger als erforderlich für den Neuaustrieb brauchen oder sich manifestieren.

Rosen haben ihren Hauptflor gerade hinter sich und machen eine kurze Pause... 

hortensien

Foto: Monika Kirschke - Hortensien

Hortensien – die Sommerblüher und „Rosen“ für den Schatten
Der Name Hydrangea leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „Wassergefäß“. Wer Hortensien liebt, weiß, dass sie gerade in den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung viel Wasser brauchen, bis sich ihre Wurzeln ausreichend nach einer Wasserquelle ausgerichtet haben. Aus diesem Grund lieben sie feuchte und humusreiche Böden, gerne im Halbschatten stehend unter einem tief wurzelnden Baum. Das Blätterdach dient zusätzlich als Sonnenschirm vor allzu starker Sonneneinstrahlung und bremst kräftige Regenschauer ab, unter denen Blütenstände schon mal umknicken...

Der Obstgarten im Juli – der Johanni- oder Sommerschnitt
Beim Sommerschnitt an Apfelbäumen werden ganze Triebe auf Astring entfernt. Dadurch kann bei starkwachsenden Sorten das Wurzelwachstum gebremst und die Triebbildung deutlich reduziert werden. Beim Sommerriss hingegen werden ab Johanni bis Ende Juli hauptsächlich die noch krautigen Wasserschosse gerissen. Beide Maßnahmen erleichtern den Winterschnitt...

lavendel

Foto: Monika Kirschke - Lavendel

Stauden • Blumen • Rabatten
Stauden wie Frauenmantel, Katzenminze, Pfeifenstrauch, Rittersporn und Salbei werden für die zweite Blüte im Spätsommer gleich nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten und nochmals gedüngt und großzügig gewässert. Sommerzwiebeln wie Gladiolen und andere sommerblühende Zwiebel- und Knollenpflanzen, dazu zählen Dahlien und Lilien, Anfang Juli düngen. Gleichzeitig können Stauden jetzt reduziert werden – nicht an heißen Sommertagen – damit andere Stauden nicht bedrängt werden. Gleiches gilt für Bodendecker wie Efeu und Pachysandra. Alles, was zu viel ist, kann jetzt maßvoll und mit Bedacht zurückgeschnitten werden.
Mehrjährige Kräuter wie Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei oder Thymian können jetzt durch Stecklinge vermehrt werden.

Von wegen Unkraut und „andere Irrtümer“
Wichtig im Sommer: Richtig Gießen. Die beste Zeit, den Garten zu bewässern, ist morgens zwischen 6 bis 8 Uhr, wenn die Pflanzen noch an kühlere Nachttemperaturen gewöhnt sind. Gewöhnen Sie Ihre Pflanzen daran, sie ein- bis zweimal in der Woche reichhaltig zu gießen. Faustregel: 30 Liter Wasser pro qm oder mehr. Eine Gießkanne pro qm (10 l) dringt nur ungefähr 10 cm in den Boden. Nicht den Fehler machen zu oft, aber zu wenig zu gießen. Es hat zur Folge, dass nicht genügend Wurzelwerk ausgebildet wird, die es der Pflanze ermöglicht, ihren Wasserbedarf im Organismus Boden selbst einzuholen... 

Erntezeit in Gottes Garten – der Juli
Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), Sammelzeit von Mai bis Juli: enthält sehr viel Kieselsäure. Hilfreich für Blase, Nieren und Bindegewebe. Als Blutreiniger lindert er Rheuma. Der Name Zinnkraut erklärt sich in seiner Nutzung, da er zum Putzen von Metallen verwendet wurde. Zinnkraut im Besteckkasten lässt das Silberbesteck weniger anlaufen. Als Tee zubereitet ist er 20 Min. zu kochen, damit sich die Kieselsäure lösen kann. Zur Stärkung des Nieren-Yang (Angstfrei Sein) sind es 18 Min. oder 10 Min. zur Stärkung des Rückens bei Rückenschmerzen. Äußerlich wird Schachtelhalmtee (150 g/Bad) als Voll- oder Teilbad, Wickel oder Auflage angewendet…

Esche (Fraxinus excelsior), Mai bis Juli: Die Esche, auch Weltenbaum genannt – sie verbindet Himmel und Erde, kann bis zu 40 Meter hoch wachsen und bis zu 250 Jahre alt werden. Ihre Blätter und Samen haben vielfältige Heilwirkungen. Sie ist eine überaus wertvolle Heilpflanze für typische Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Gicht und Rheuma. In der Antike war sie der Sonne und dem Meeresgott Poseidon geweiht. Sie trägt die Kraft der Sonne in sich und herrscht über das Wasser. Drum fand sie Verwendung im Bootsbau. Die Druiden nahmen den Eschenstab bei ihren Meeres- und Regenmacher-Ritualen. Im keltischen Baumalphabet an 3. Stelle stehend für den Buchstaben Nion, symbolisiert sie die Vereinigung von Licht und Wasser bei der Wiedergeburt. Bei den Nordvölkern wurde sie mit dem Göttervater Odin – Reiter des Zauberschimmels Sleipnir verbunden. Yggrasil – Rose Odins oder Träger des ICHS. Die Esche stellt nicht nur die Grundlage und die Einheit des Universums dar, sie ist auch ist eng verbunden mit uns Menschen auf der Suche nach göttlichem Wissen…

erntezeit

Foto: Monika Kirschke - Himmel auf Erden